Chateau Villars Fronsac Frankreich 2006
2006: Ein Jahr des Winzers…
Ein klimatisch recht ungewöhnliches Jahr: kühler aber trockener Frühling, sehr heißer Juli, mäßiger August und zweigeteilter September: zunächst außergewöhnlich heiß, dann plötzlich sehr kühl. Ein echtes Jahr des Winzers, in dem man sich die Qualität zunächst im Weinberg und dann durch schnelle Lese verdienen musste. Sehr schöner, klassischer Stil mit genügend
Tiefe, um mindestens zehn Jahre lang Spaß zu machen. Ich kann mir Ihre Zweifel angesichts verschiedener Gerüchte gut vorstellen... Ein Merlot-Jahr? Ein Cabernet-Jahr? Weder das eine noch das andere, nur ein Jahr für den gesunden Menschenverstand, bei dem zupacken und konsequent sein musste. Und so können wir Ihnen noch einmal einen Wein anbieten, hinter dem wir stehen und der Ihr Vertrauen verdient.
VINUM im Heft Juni 2007:
Wir haben es bereits mehrmals erwähnt: Die Faktoren, die 2006 zu einem guten Resultat führten, waren zahlreicher denn je. In Fronsac/Canon Fronsac schienen sie für einmal alle vereint. Für uns ist klar: Der heimliche Sieger des Kampfes um die beste Bordeaux-Appellation 2006 ist hier zu Hause. Die (meist begrünten) Lehm- und Kalkböden in Hanglage wurden am besten mit den besonderen Bedingungen des Jahres fertig, der Wind half beim Schutz vor Pilzbefall, die Trauben konnten unter optimalen Bedingungen gelesen werden – reif, aber nicht überreif, was zu erträglichen Alkoholgraden führte (im Gegensatz zu den letzten großen, aber auch extrem reichen Jahrgängen) und zu großer aromatischer Komplexität, zu Weinen von besonderer Frische und Rasse. Genau richtig für Schnäppchenjäger.
Château Villars 2006
17 – Noch nie hat Villars eine solche Fruchtigkeit, eine solche Tanninreife erreicht, waren Frische, Dichte, Traubigkeit, Rasse so eindringlich. Groß, reich, voller Temperament. 2014 bis 2026.
BORDEAUX WIE VERWANDELT
„… Ein exzellentes Beispiel für das konsequente Qualitätsstreben der aktuellen Generation ist Thierry Gaudrie von Château Villars. Er bewirtschaftet 30 Hektar Weinberge in Fronsac. Erfahrung sammelte er als beratender Oenologue, ehe er vor rund 15 Jahren in den Familienbetrieb einstieg. ″Erst einmal habe ich versucht, unser Terroir zu verstehen. Damit bin ich immer noch beschäftigt″, gesteht er schmunzelnd. Immerhin hat er bereits 42
unterschiedliche Parzellen definiert. ″Unter denen sind fünf, für die ich noch immer nicht die passende Kombination aus Unterlage und Rebsorte gefunden habe.″ Angesichts seiner Entschlossenheit und der kontinuierlichen Qualitätssteigerung dürfte das nur eine Frage der Zeit sein. Die Exportquote hat er in den 15 Jahren von 10 auf 60 Prozent gesteigert. Gaudrie fährt zu seinen Kunden, nimmt an deren Hausmessen teil, will den Markt verstehen. Auch das unterscheidet das Bordeaux von heute vom Bordeaux von gestern. Winzer wie Gaudrie sorgen dafür, dass Bordeaux auch jenseits des Crus Classés beste Perspektiven für Zukunft besitzt.“
Fronsac-Pionier: Thierry Gaudrie - Ch. Villars |