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Italien Emilia Romagna


Italien Emilia Romagna Italien: Emilia Romagna

Weinbau:
"Die italienische Region mit der Hauptstadt Bologna liegt zwischen der Po-Ebene im Norden und dem Apennin im Süden und hat rund 76.000 ha Rebfläche. Die Römer benannten den ersten Teil nach ihrer langen Herrschaft und den zweiten Teil nach einer Straße, die sie von Rimini nach Piacenza bauten. Der Teil Emilia ist vor allem durch die Rot- und Rosé-Schaumweine aus verschiedenen Varietäten der Rebsorte Lambrusco bekannt, die Romagna vor allem durch die Weine aus der roten Sangiovese-Traube. Zu rund zwei Dritteln werden hier Rotweine produziert. Der erste in Italien als DOCG klassifizierte Weißwein war der Albana di Romagna."

Generelles:
"Die Emilia-Romagna grenzt im Norden an den Po, im Osten an die Adria und im Süden an den Apennin. Im Süden grenzt Emilia-Romagna auch an die Republik San Marino Die Region hat eine Fläche von 22.123 km² und eine Bevölkerung von ca. 4 Millionen. Die Region besteht aus den Provinzen Parma, Piacenza, Modena, Reggio nell' Emilia, Bologna, Ferrara, Ravenna, Forlì-Cesena und Rimini. Emilia-Romagna ist eine der reichsten italienischen Regionen.

Der Ostteil des Gebietes am Adriatischen Meer, die Romagna gehörte jahrhundertelang zum Kirchenstaat; der Name rührt jedoch aus langobardischer Zeit, die dieses römische (genauer byzantinische Gebiet mit dem Namen Romania von ihrem eigenem Gebiet, der Langobardia (Lombardei) abgrenzten.

Die Emilia gliederte sich in die Herzogtümer Parma und Modena, die ein beständiger Zankapfel zwischen Habsburgern und Bourbonen waren. Der Name Emilia stammt von der römischen Via Aemilia, die hier ihren Namen auf eine ganze Region übertrug.

Hauptstadt ist Bologna, weitere Städte sind:

Bologna, Ferrara, Forlì, Cesena, Modena, Parma, Piacenza, Ravenna, Reggio nell' Emilia, Rimini."

Geschichte:

Antike
"Unter der Verwaltungseinteilung Augustus' war das Gebiet der Emilia die achte Region Italiens. Der Name leitet sich von der Via Aemilia ab, der römischen Straßen, die das Gebiet zwischen Ariminium (Rimini) und Placentia (Piacenza) Richtung Nordwesten durchquert. Er kam schon zur Zeit Martials allgemein in Gebrauch.

Das Gebiet um Ravenna wurde im allgemeinen nicht als Teil der Aemilia betrachtet, deren wichtigste Stadt Placentia war. Im 4. Jahrhundert wurden Aemilia und Liguria zu einer Provinz zusammengefasst. Danach stand die Aemilia für sich, wobei Ravenna mehrmals zeitweise hinzugefügt wurde.

Pippinsche Schenkung und Bildung von Kommunen
In der byzantinischen Zeit wurde Ravenna Sitz eines Exarchats. Die Langobarden bezeichneten dieses Gebiet als Romania, um es von dem von ihnen kontrollierten Gebiet, der Langobardia, zu unterscheiden. Nachdem die Langobarden zwei Jahrhunderte lang versucht hatten, das Gebiet von Ravenna, Bologna, Forlì, Faenza, Rimini zu unterwerfen, nahm Pippin diese Städte von Aistulf und gab sie zusammen mit der Mark Ancona 755 dem Papsttum. Unter dem Namen Romagna gehörte das Gebiet von da an zumindest nominell Kirchenstaat. Zunächst war jedoch der Erzbischof von Ravenna vorherrschend, und die Romagna war auch weiterhin mit den Kaisern umstritten.

Die anderen wichtigen Städte der Emilia - Ferrara, Modena, Reggio, Parma, Piacenza - waren dagegen unabhängig. In der Zeit der Unabhängigkeit der italienischen Stadtstaaten hatte jede der großen Städte der Emilia, ob in der Romagna oder nicht, ihre eigene Geschichte. Trotz der Fehden zwischen Guelfen und Ghibellinen erlebten sie eine Blüte. Der Einfluss des Kaisers bildete ein Gegengewicht zur päpstlichen Gewalt.

Entwicklung der Romagna
Nikolaus III. bekam die Romagna 1278 mittels eines Konkordats mit Rudolf von Habsburg unter Kontrolle, aber der Kirchenstaat zerfiel während der Avignon-Päpste beinahe und wurde nur durch die Bemühungen von Kardinal Albornoz aufrechterhalten, einem Spanier, der 1353 von Innozenz VI. nach Italien geschickt wurde. Dennoch kann man die päpstliche Oberherrschaft kaum mehr als nominell nennen.

Dieser Status endete erst, als Cesare Borgia, der uneheliche Sohn von Alexander VI. die meisten der Fürsten der Romagna beseitigte, um eine eigene Dynastie zu begründen. Beim Tod Alexanders waren es seine Nachfolger im Papstamt, die Borgias Politik fortführten und von seinem Werk profitierten. Die Städte waren von da an dem Papsttum unterstellt und wurden von Legaten verwaltet.

Entwicklung der verschiedenen Herzogtümer der Emilia
Ferrara und Comacchio verblieben unter dem Haus Este, bis sie nach dem Tod Alfonso II. 1597 als vakante Lehen von Papst Klemens VIII. beansprucht wurden. Modena und Reggio, die Teil des Herzogtums Ferrara gewesen waren, bildeten nun ein eigenes Herzogtum unter einem Nebenzweig des Hauses Este, das aus dem unehelichen Sohn Cesare von Alfonso I. hervorging.

Carpi und Mirandola waren kleine Fürstentümer. Carpi ging 1525 auf das Haus Este über, als Karl V. die Pio-Familie vertrieb. Mirandola wurde von der Pico-Familie regiert, bis sich Francesco Maria aus diesem Haus im Spanischen Erbfolgekrieg aus diesem Haus auf die französische Seite stellte und dem deshalb 1709 von Kaiser Joseph das Herzogtum weggenommen und 1710 an das Haus Este verkauft wurde.

Parma und Piacenza waren zunächst unter den Farnese, nachdem Papst Paul III. dort 1545 seinen unehelichen Sohn Pier Luigi installiert hatte. Nachdem die Familie 1731 ausstarb, regierte dort ein sekundärer Zweig der spanischen Bourbonen.

Von der Französischen Revolution bis zur Gründung des Königreichs Italien

Von 1796 bis 1814 wurde die Emilia-Romagna erst in die Italienische Republik, dann in das napoleonische Italienische Königreich eingegliedert. Nach 1815 gab es eine Rückkehr zum Status quo ante. Die Romagna fiel an den Kirchenstaat und seine kirchliche Regierung. Das Herzogtum Parma ging an Marie Louise, die Gattin des abgesetzten Napoleon, und Modena an den Erzherzog Franz von Österreich, den Erben des letzten Este.

In Romagna und Modena war die Regierung repressiv, willkürlich, korrupt und rückschrittlich, während in Parma die Dinge besser standen. 1821 gab es einen erfolglosen Versuch eines Revolte in Emilia, der streng und brutal unterdrückt wurde. Die chronische Unzufriedenheit ging weiter, und die Revolution von 1848-49 wurde abermals von österreichischen Truppen unterdrückt. 1859 war der Unabhängigkeitskampf schließlich erfolgreich, und die Emilia ging fast widerstandslos in das Königreich Italien ein."

Weitere Informationen zur Emilia-Romagna finden Sie unter  www.regione.emilia-romagna.it

Seinen Ursprung hatte das Weinhaus Bolla 1883 in Soave, als Abele Bolla, der Stammvater der Familie begann, den ersten Soave zu vinifizieren. Heute zählt das Haus Bolla zu den führenden Weinerzeugern in Italien. Die 100-jährige Tradition und Erfahrung bilden die Grundlage für den Erfolg und die Anerkennung des Hauses Bolla, dessen erlesene Weine heute in keinem namhaften Weinführer und bei keiner Verkostung fehlen dürfen.

Wer Bolla sagt, meint vor allem auch Soave, der allein für gut ein Drittel der gesamten Produktion des Hauses Bolla steht, die in den vier Kellereien der Firma gefüllt werden. Neben den klassischen Weinen der Provinz hat sich Bolla seit einiger Zeit vor allem auf die Produktion von Lagenweinen spezialisiert und sich qualitätsmäßig einen guten Namen gemacht.
www.bolla.com

Das 26 Hektar messende Weingut Gregorina ist in der Gemeinde Terra del Sole, in der Provinz Forlì, beheimatet. Hier machen sich schon deutlich die weinbaulichen Einflüsse Mittelitaliens - vor allem der Marken und der Toskana - bemerkbar und ziehen so eine klare Grenze zwischen der Emilia und der Romagna.

Die in der Romagna geläufigen Rebsorten - darunter ganz vorn die Sangiovese-Traube - und Anbaumethoden finden sich in ganz Mittelitalien wieder. Der berühmteste Rotwein der Romagna ist der Sangiovese di Romagna, bei einem Alkoholgehalt von über 12% als Superiore, bei mindestens zweijähriger Reifung als Riserva bezeichnet.
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