Friaul Friuli Venezia Giulia Das Friaul liegt im Nordosten Italiens an der Grenze zu Österreich un Slowenien. Der Weinbau geht auf das 13. Jahrhundert zurück und florierte zur Zeit der Römer. Das Klima ist geprägt vom Wechselspiel zwischen kühlen Winden aus den Alpen und milden Lüften von der Adria. Die unterschiedlichsten Böden, von den Sand- und Schotterböden der Ebene bis hin zum Mergel des Hügellandes, tragen ebenfalls zur großen Vielfalt der Weine bei. Heute gibt es in dieser Region, die mit vollem Namen eigentlich Friaul/Julisch-Venetien heißt, acht D.O.C.-Gebiete und neuerdings auch ein D.O.C.G.- Gebiet. Der Anteil der D.O.C. Weine ist – nach dem des Südtirols – der höchste Italiens. Die Weine werden meist sortenrein ausgebaut und unter dem Namen der Rebsorte angeboten. Die beliebten internationalen Sorten wurden hier meist bereits im 19. Jahrhundert eingeführt. Seit vor über 40 Jahren ihre ersten modernen, wirklich frischen Weißweine einen bislang ungebrochenen Trend begründeten, ist Friaul die führende Weißweinregion Italiens. Mittlerweile sind auch die Rotweine den Weißen ebenbürtig.
Weinbau: "Die im Nordosten Italiens liegende Region beruft sich historisch auf Julius Cäsar, welcher nach langen Kämpfen mit seinen Legionen dieses Gebiet eroberte, in Friaul ist auch sein Name enthalten (lateinisch Forum Julii). Auf rund 21.000 ha Rebfläche gibt es knapp 60 DOC-Zonen (aber noch keinen DOCG-Wein). Als beste Zonen gelten Colli Orientali del Friuli in der Ebene um Udine (mit 20 DOC-Weinen, darunter der Dessert-Weißwein Picolit und der Rotwein Refosco dal Peduncolo Rosso) und Collo Goriziano an der Grenze zu Jugoslawien (mit 11 DOC-Weinen). Die weiteren sind Aquileia, Carso, Grave (zwei Drittel der Produktion, über 30 DOC-Weine), Isonzo und Latisana. Sie tragen im Namen zumeist den Zusatz "del Friuli". In 5 davon wird die friaulische Spezialität Refosco dal Peduncolo Rosso produziert. Eine originelle Kreation ist der aus 400 Rebsorten gekelterte Vino della Pace. In der Rebenzüchtung liegt die Region an der Spitze, über die Hälfte der in Italien gepflanzten Jungreben stammen von hier.
In den letzten Jahrzehnten hat sich durch Einführung modernster Vinifikations-Methoden die Region zum italienischen Weißwein-Zentrum entwickelt und die Weißweine gelten aufgrund ihres Körperreichtums als die besten Italiens. Sie sollten aber spätestens nach zwei Jahren getrunken werden, da sie nicht sehr lagerfähig sind. Trotzdem herrschen mit rund 60% die roten Rebsorten vor, das ist vor allem Merlot, gefolgt von Cabernet Sauvignon, Pinot Nero, Ribolla Nera (Schioppettino) und Refosco. Die mit Abstand meistangebaute weiße ist die Tocai Friulani, gefolgt von Sauvignon Blanc, Chardonnay, Pinot Bianco, Riesling, Traminer, Müller-Thurgau, Verduzzo, Ribolla und Malvasia. Viele der Weine sind reinsortig (90%) und tragen den Namen der Rebsorte auf dem Etikett."
Generelles:
"Das Friaul (italienisch Friuli, furlanisch Friûl, slowenisch Furlanija) ist eine Landschaft in Nordostitalien um die Stadt Udine und bildet den Großteil der Region Friaul-Julisch Venetien. Die Landschaft umfasst die Provinzen Udine und Pordenone, auch Teile der Provinz Görz (italienisch Gorizia) werden dazu gezählt.
Das Friaul liegt zwischen Venetien, den karnischen Alpen (Grenze zu Kärnten), Slowenien und der Adria. Das halb gebirgige Land geht im Westen in die norditalienische Tiefebene über. Hauptflüsse sind der Isonzo (slowenisch Soca) und der Tagliamento, die nahe der Adria sehr breite Schotterbetten haben - Sedimente aus den Kalkalpen im Norden. Dorthin führt eine bekannte Dolomitenstraße und die Hauptroute nach Österreich, das imposante Kanaltal mit seinen Steilwänden und malerischen Orten in jeder Biegung. Ihre Namen beschreiben die Geografie: Tolmezzo, Chiusaforte, Pontebba...
Am Ursprung des Kanaltals, beim Dreiländereck zu Österreich und Slowenien, liegt die alte Handelsstadt Tarvisio (Deutsch: Tarvis) und die Wasserscheide zu den Donauländern: zum breiten Drautal (Tauernautobahn, Villach, Wörthersee) und zur Savequelle am Triglav (2863m, Julische Alpen. Gleich jenseits dieses Hochgebirges an der Grenze liegen der bekannte Skiort Kranjska Gora und die Quelle des Isonzo/Soca, der von dort große Mengen Geröll mit sich führt. Die südlicheren Sprachgrenzen bis Triest und auf der Halbinsel Istrien haben die Politik lange beschäftigt.
Im friulischen Zentrum bei Gemona war 1976 ein starkes Erdbeben, das den Dom fast zerstört hätte und mit der Plattentektonik zusammenhing. Die nahe Provinzhauptstadt Udine blieb aber fast unversehrt."
Friaul-Julisch Venetien (italienisch Friuli-Venezia Giulia, slowenisch Furlanija-Julijska krajina, furlanisch Friûl Vignesie Julie) ist eine Region im äußersten Nordosten Italiens. Sie liegt an der Adria und grenzt im Osten an Slowenien, im Norden an Kärnten und im Westen an Venetien. Sie wurde durch den Zusammenschluss der Landschaft Friaul mit den Gebieten in den Julischen Alpen gebildet, die allerdings - anders als der Regionsname suggeriert - nie Teil der Republik Venedig waren. Diese Gebiete gehörten zu Kärnten (das Kanaltal) und vor allem zum österreichischen Küstenland. Sie hat 7.845 km² und etwa 1,2 Millionen Einwohner, das entspricht etwa der Hälfte Thüringens. Die Hauptstadt ist Triest.
Die Region besteht aus den vier Provinzen Pordenone PN, Udine UD, Görz (Gorizia) GO und Triest (Trieste) TS. Die Provinzen Pordenone, Udine und teilweise Görz gehören zur historischen Landschaft Friaul, die Provinzen Görz und Triest zu Julisch Venetien.
Die wichtigsten Städte sind die vier Provinzhauptstädte Triest, Udine, Pordenone und Görz.
Die Region hat einen Sonderstatus, weil in einem Großteil des Gebietes eine eigene Sprache, das Furlanische, gesprochen wird und weil es eine größere slowenische Minderheit gibt.,
Geschichte + Sprachen:
"In der Region wird eine eigene Sprache gesprochen, das Furlanische, das dem Ladinischen näher steht als dem Italienischen. Außerdem gibt es eine slowenische Minderheit in Trbi?, Naborjet, Tablja, Gorica und um Videm und einige deutschsprachige Enklaven (s. Tarvis und Malborghet, Zimbern und Sieben Gemeinden)
Das Friaul war ursprünglich ein langobardisches Herzogtum, das im 9. Jahrhundert zu einer Mark des Frankenreiches wurde. Der größte Teil des Landes stand im späteren Mittelalter unter der Herrschaft des Patriarchen von Aquileia, bis es 1420 von Venedig erobert wurde, dessen Geschichte es bis 1794 teilt. Ein Teil im Osten kam an die Grafen von Görz, von denen es um 1500 an die Habsburger kam. Im Frieden von Campo Formio kam das ganze Gebiet 1797 an Österreich und wurde 1815 Teil des Lombardo-Venezischen Königreiches. 1866 kam der größte Teil an das neugegründete Italien, der Rest 1919. Das Kanaltal kam 1919 an Italien obwohl ohne Italienische Einwohner. 1933 hatte es schon 11% Italiener, heute machen sie die Mehrheit der Bevölkerung aus."
Weitere Informationen zum Friaul finden Sie unter www.regione.fvg.it
Auf einem Gesamtbesitz von 160 Hektar baut Manlio Collavini, der heutige Besitzer des Gutes Eugenio Collavini, eine Vielzahl von Rebsorten an: Pinot Grigio, Chardonnay, Sauvignon, Ribolla Gialla, Tocai Friulano, Picolit, Cabernet, Merlot, Refosco dal Piduncolo Rosso und Schioppettino. Dabei wird er dem Ruf Friauls als grandiose Weißweinregion gerecht und produziert in einem Verhältnis von 66% Weißwein zu 20% Rotwein und 14% Sekt. Seine Weißweine charakterisiert Manlio Collavini als markant in der Farbe, mit eleganten, dennoch ausgeprägten Aromen. Rasch gereift, sind sie bereits einige Monate nach der Ernte trinkreif und reflektieren auf schöne Weise, die Wertschätzung, die man hier im Friaul der Natur entgegenbringt. Die Rotweine aus dem Hause Collavini, perfekt ausbalanciert und nachhaltig im Geschmack, sollten entsprechend der Firmenphilosophie mit Ruhe und Überlegung genossen werden - nicht zuletzt, um der auf langer Tradition beruhenden Weinbereitung gerecht zu werden. www.collavini.it
I magredi, 'die Mageren', heißen die steinigen Böden aus Dolomitenkalk, entstanden aus dem ehemaligen Tagliamentgletscher. Aufgrund ihrer mageren mineralhaltigen Beschaffenheit sind die steinigen Gletscher-sedimentböden, die 'magredi', besonders geeignet für den Weißweinanbau. Das erklärt den hohen Qualitätsstandard und die außergewöhnliche Persönlichkeit der Weine von Borgo Magredo, deren Weinberge in optimaler Position, entlang des Meduna-Flusses, nahe der Alpen, also im nördlichsten Teil des Grave del Friuli, angelegt wurden. Hugh Johnson beurteilt Borgo Magredo in seinem 'Kleinen Johnson 1999' als besten Erzeuger dieser Region! 'Die Weißweine von Borgo Magredo gehören zu den schönsten im Grave del Friuli überhaupt, und die Rotweine Merlot und Cabernet Sauvignon haben das höchstmögliche Qualitätsniveau erreicht', schreibt: Jürgen Scheidegger, Friaul Julisch-Venetien S. 258/259. www.borgomagredo.it
Die Colli Orientali (auf deutsch: östliche Hügel) bezeichnen das nordöstlichste Weinbaugebiet Friauls, das sich durch seinen bergigen Charakter von dem übrigen, überwiegend flachen Gebiet Friaul unterscheidet. Im Norden begrenzt von den Karnischen Alpen (Österreich), im Osten von den Julischen Alpen (Slowenien) und im Süden von dem nur 30 km entfernt liegenden Adriatischen Meer, bieten die Colli Orientali optimale Voraussetzungen für den Weinbau. Bodenbeschaffenheit und das von warmen Meerwinden bestimmte Klima sind nur im Collio Gebiet ähnlich günstig, so dass man die Colli Orientali zu den besten Weinbauzonen Friauls zählen darf. Die Hügel sind allerdings so steil, dass der kostenaufwendige Terassenanbau betrieben werden muss und der Einsatz von Maschinen unmöglich ist. Doch die Handarbeit ermöglicht eine spezielle Auslese, die für die Spitzenqualitäten der Torre Rosazza-Weine nach strengsten Maßstäben betrieben wird. Für die außerordentliche Qualität der Weine bürgt zudem eine Hand voll Profi: Der Agronom Claudio Flaborea und der Weinbautechniker Giovanni Tomadoni, angeführt von dem berühmten Winemaker Donato Lanati und dem freundlichen Verkaufsleiter Piero Totis. www.borgomagredo.it |